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Der Choralstil, den die Choralschola Zürich pflegt, steht in der Tradition des Klosters Maria Einsiedeln unter seinem Choralmagister Prof. Dr. P. Roman Bannwart. Er war der Lehrer von Kantor Stephan Klarer und arbeitete in der Aufbauphase auch selbst mit der Schola zusammen. Die Einsiedler-Tradition der Gregorianikinterpretation legt - nebst der rhythmischen Umsetzung der mit den Neumen des Codex 121 versehenen Quadratnotation - großes Gewicht auf die stimmbildnerischen Qualitäten der Ausführung. Details im sprachlichen und rhythmischen Bereich werden aufgrund der Erkenntnisse und Entwicklungen der Semiologie umgesetzt. "Choral vermag wohl Stimmung zu wecken, doch geschieht das in einer straffen Gemessenheit der Affekte. Gregorianische Melodien entzücken durch vornehme Mäßigung; die Freude ist verhalten - die Trauer verklärt. So verzichtet diese Kunst auf Ausdrucksweisen und Reizmittel der heutigen Musik, sie kennt keine spannungsgeladenen Harmonien, keine spritzigen Rhythmen und spielt nicht mit allzu austüftelnder Wortmalerei" (P. Oswald Jaeggi)
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